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Technologien auf die wir warten? - Mein ganz persönlicher "Technology Review": Routenplaner für alle Verkehrsmittel - deutschlandweit (4/7)

18.01.2013 – Wenn wir in Deutschland von A nach B wollen, ist das Angebot vielfältig: zu Fuß oder mit Fahrrad, Auto, Bus, Tram, Bahn, Flugzeug. Das Angebot ist skalierbar – doch leider nicht überschaubar. Wir können allein reisen oder in Gruppen. Und so langsam setzt sich auch im Bereich Mobilität privater oder unternehmerischer KoKonsum in Form von Car-, Bus- oder Bikesharing durch. Die Wahl des bevorzugten Verkehrsmittels wird stark von Gewohnheiten beeinflusst. Sie hängt davon ab, was wir kennen und einfach handhaben können. Mit einem smarten Routenplaner wäre also der Lebensqualität aller gedient.

Das Telefon klingelt. Am anderen Ende ist ein Interessent von praktisch NACHHALTIG. Der Funke springt über und wir vereinbaren, uns zu treffen. Was in den nächsten Minuten passiert, ist für mich immer doppelt spannend. Es geht um das „sich entgegen kommen“ im rein Emotionalen. Es geht immer aber auch um Pragmatisches: Wo lassen sich Termine geschickt verbinden? Wer kann wie schnell und mit welchem Fortbewegungsmittel wohin kommen?

Zur Suche im Kalender für das gewünschte Zeitfenster kommt die Kalkulation des Aufwandes, den wir zu betreiben bereit sind, um zum Treffpunkt und anschließend zum nächsten Termin zu gelangen. Und manchmal schwingt auch ein bisschen Neugier mit: Wie sieht das Büro des Gegenübers eigentlich aus? Wie ist sein Umfeld? Was kann ich allein daraus schon ablesen und so meiner professionellen Intuition wieder Futter geben?

Mobilität in Deutschland ist vielfältig, skalierbar und flexibel

Wenn wir in Deutschland von A nach B wollen, ist das Angebot vielfältig: zu Fuß oder mit Fahrrad, Auto, Bus, Tram, Bahn, Flugzeug. Das Angebot ist skalierbar. Wir können allein reisen oder in Gruppen. Fahren wir selbst, bieten wir Mobilität für andere an oder sind selbst Nutznießer von Mitfahrgelegenheiten. Und so langsam setzt sich auch im Bereich Mobilität privater oder unternehmerischer KoKonsum in Form von Bus-, Car- oder Bikesharing durch.

Insofern kann die Terminfindung wie oben beschrieben auch mal etwas länger dauern als der Entschluss, sich überhaupt zu treffen. Ich jongliere zur Zeit regelmäßig mit mindestens zwölf verschiedenen Alternativen. Dabei habe ich ein gutes Gefühl entwickelt für die am häufigsten aufgesuchten Orte oder auch wie viel Zeit ich für die üblichen Distanzen mit dem jeweiligen Verkehrsmittel benötige. Spätestens wenn ich jedoch irgendwohin reisen möchte, wo ich noch nie war, geht die Sucherei los. Die Wahl einer Übernachtungsoption auf Geschäftsreisen kann dadurch um ein Vielfaches komplizierter werden.

Wie viel einfacher wäre es, wenn wir eine kleine Applikation hätten, die uns hierbei unterstützen würde – über die verschiedenen Mobilitätsangebote hinweg. Nicht nur das, wir könnten die drei Dimensionen von Mobilität wieder geschickter miteinander verbinden: Autonomie, Status und Erlebnis.

Die Qual der Wahl wird von unseren Motiven und Bedürfnissen beeinflusst

Für welches Verkehrsmittel wir uns letztlich entscheiden, hängt stark von unseren Motiven und Bedürfnissen ab. Objektiv relevant ist der Besitz bzw. der Zugang zu einem Verkehrsmittel. Subjektiv verzerrt sind jedoch schon Reisezeit, Reisekosten und Komfort. Routinen reduzieren Entscheidungsaufwand – also den Bewertungs- und Interpretationsaufwand. Wir wollen (jederzeit) autonom bleiben. Hier geht es um Freiheit, Selbstbestimmung, Flexibilität und Individualität.

Subjektive Wahrnehmung wird uns meistens erst dann bewusst, wenn die spontane Interpretation plötzlich den tatsächlichen Gegebenheiten zuwider läuft: Unser heißgeliebter Drahtesel hat einen Platten oder wir stehen mit unserem als höchstgradig flexibel wahrgenommenen Auto im Stau. Wir nehmen es mit Humor und hinterfragen nicht: „Was ist ein Fußgänger?“ „Ein Autofahrer, der einen Parkplatz gefunden hat.“
Oder doch?

Ich nutze seit August 2008 Carsharing. Und damit bin ich bei weitem nicht die einzige. Die Zahl der KoKonsum-Angebote steigt. Innovationen in Soft- und Hardware in Kombination mit den neuen Medien eröffnen uns heute ganz neue Möglichkeiten, unsere Mobilität zu optimieren – nach unseren Bedürfnissen, Wünschen und Vorstellungen. Was jetzt noch fehlt, ist, die verschiedenen Routenplaner miteinander zu vernetzen.

Smarte kleine Helferlein – über alle regionalen Grenzen hinweg?

Die größte Herausforderung für einen derartig umfassenden Routenplaner „sind die vielen unterschiedlichen Datenformate der diversen Anbieter“, erklärt Hannah Bast vom Institut
für Informatik der Universität Freiburg. Dieses Problem will sie lösen. In ihrer multimodalen Routenplanung sollen Car- und Bikesharing, öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV), Bahn, Flugzeug sowie Bike & Ride, Park & Ride und aktuelle Staumeldungen integriert werden.

Leider ist „die Bereitschaft, die nötigen Daten herauszugeben, hierzulande nicht besonders hoch“, beklagt Bast. „In den USA sei man da weiter. Für Deutschland rechnet die Forscherin in den nächsten drei Jahren mit einem Routenplaner, der Flugzeug, Fernbahn, ÖPNV, Park & Ride und Bikesharing umfassen wird. Nutzen könnten ihn zum einen Bewohner mittlerer und größerer Städte, die lieber ihr Auto stehen lassen als lange nach einem Parkplatz zu suchen oder im Feierabendstau zu stecken. Ein großer Mobilitätsgewinn wäre sie aber auch für Touristen.“, so Robert Thielicke zur Begründung, warum er diese Technik im Rahmen seiner Umfrage für den Technology Review als wünschenswert erachtet.

Bleiben wir also gespannt – und nutzen derweil die vielen, vielen kleinen Helferlein, die uns heute schon zur Verfügung stehen. Hier meine ganz persönliche Auswahl der von mir am häufigsten genutzten Angebote:

Es grüßt Euch,


Zuguterletzt

Dieser Blogbeitrag ist Teil meiner Serie “Technologien auf die wir warten? – Mein ganz persönlicher ‘Technology Review’: Monatlich berichtet der Technology Review über neueste technologische Trends, die das Zeug dazu haben, unsere Gesellschaft zu verändern. Für die Februar-Ausgabe setzt Robert Thielicke, Chefredakteur des Heise Zeitschriften Verlag, auf Schwarmintelligenz.

Über startnext stellt er Wunschkandidaten für die nächste Ausgabe vor: 16 Ideen, die unseren Alltag nachhaltig verbessern sollen. Bis 06.01. konnte jeder virtuell 3.000 Euro auf seine präferierten Ideen setzen und abstimmen, was wir wirklich brauchen. Meine Präferenzen stelle ich in einer kleinen siebenteiligen Serie vor und begründe, warum ich eine Realisierung der Ideen begrüßen würde.

Auf den vierten Platz setzte ich mit 250 Euro den Routenplaner für alle Verkehrsmittel.


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